Pressemeldung zum kommenden Sonnenball.

Leipziger Volkszeitung / Muldentalzeitung 6./7.01.2001

Nach erfolgreicher Premiere erlebt Schloss Nischwitz Sonnenball Nr.2

Einzigartiges Kultur- und Kostümfest bezieht Gäste in das Geschehen ein

Thallwitz/Nischwitz. Barockes Lebensgefühl wird am 9./10. Juni Schloss und Park Nischwitz beherrschen. Die Interessengemeinschaft (IG) Sonnenball, acht junge Leipziger, präsentieren wieder ein heiteres Kulturfest, das in seiner Art einzigartig sein dürfte. Bei der Premiere im vergangenen Sommer hatte ihr Sonnenball bereits eine überaus große Resonanz gefunden.

Michael Jalinski (30), Arzt in Ausbildung und "Chef" der IG Sonnenball, macht das Anliegen der engagierten Gruppe deutlich: "Ziel unseres nicht-profitorientierten Festes ist es, sächsische Schlösser und Landsitze kulturell zu beleben und einen Bogen zwischen historischer Authentizität und Gegenwart zu spannen." Dabei solle vor allem jungen talentierten Künstlern die Möglichkeit gegeben werden, sich mit außergewöhnlichen Projekten vorzustellen. In Anlehnung an Renaissance und Barock stehe im Juni das historische Ambiente des Schlosses Nischwitz im Mittelpunkt des Geschehens, so Michael Jalinski. "Mit unserem Programm begeben sich die Gäste auf eine ungewöhnliche Zeitreise. Sie erleben neben auserlesenen Konzerten, Theater und Tänzen zahlreiche Attraktionen." Dabei verbinde der Sonnenball nicht nur historisch orientierte Kulturgeschichte mit künstlerischen Ausdrucksformen der Gegenwart, sondern schlage auch eine Brücke zwischen regional gebundener Kunst und internationalen Darbietungen. "So folgen wir übrigens einer Tradition August des Starken." Der IG-Frontmann ist davon überzeugt, dass sich der Sonnenball deutlich von herkömmlichen Historienfesten abgrenze. "Wir beziehen die Gäste in das Geschehen ein, und durch ihre Kostümierung werden sie selbst zu einem Teil der Inszenierung. Das macht schon eine wesentlichen Reiz des Festes aus."
Natürlich werde wohl der große Hofball, der am 9. Juni gegen 21.30 Uhr beginnt, von allen Beteiligten mit besonderer Spannung erwartet. Doch ehe um Mitternacht das Feuerwerk in einmalig malerischer Umgebung steige und das Fest mit Musik und Tanz fortgesetzt werde, hätten die Gäste ab 14 Uhr immer wieder Gelegenheit zu manchem Augen- und Ohren-schmaus. So beim Consortium musicum Dessau, das mit Werken von Mozart, Telemann, Haydn und Bach aufwartet; beim Singspiel "Bastien und Bastienne" von Mozart; beim Ensemble Larimar, das auf Instrumenten nach historischer Vorlage unter anderem altspanische Lieder zu Gehör bringt; beim David Timm Jazzsextett, das auch Adaptationen zu Werken von Bach bietet; bei der Tanzperformance mit der Videoszenografie "Zyklus der Elemente"... Mit einer Schweizer Theatergruppe sei man noch im Gespräch, schließt Michael Jalinski des Programm-Stenogramm ab. "Im Übrigen möchte ich die gute Zusammenarbeit mit der Firma UKB, der das Schloss Nischwitz gehört, anderen Unternehmen der Region und der Gemeinde Thallwitz hervorheben." Bürgermeister Kurt Schwuchow spielt den Ball zurück: "Natürlich unterstützen wir die IG Sonnenball nach Kräften. Schließlich profitiert die Region in punkto Tourismus und kulturelle Entwicklung von dem großartigen Ereignis."

Wulf Skaun

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