Ein einzigartiges Fest
Der Sonnenball am 24. Juli 2000 war als erstes Kulturprojekt der IG Sonnenball die Feuertaufe für den Beginn einer neuen Festivalreihe. Trotz einer Vielzahl von Hindernissen und Schwierigkeiten ist es uns gelungen, in kurzer Zeit ein Fest zu organisieren, daß sich in seiner Ausrichtung deutlich von anderen Historienfesten und Kostümbällen abheben konnte. Die Gäste zeigten höfische Manieren und waren voll des Lobes. Der Fluch eines alternden Grafen sollte uns Regen und Pest bescheren, doch zur Festeröffnung gewann unsere Schutzpatronin die Oberhand und die Pferde konnten pünktlich gesattelt werden. Von einem kurzem Regenschauer ließ sich niemand verdrießen. Im mit edlen Seidentapeten verzierten Kaminsaal brillierte das Kammerensemble mit Werken großer Komponisten des 18. Jahrhundert. Die Regenwolken waren endgültig besiegt, als die Leckereien vom Grill ihren Duft verströmten. Die große Speisetafel im Gartensaal wurde eröffnet und die Gäste gaben sich würdevoll die Ehre, gemeinsam zu speisen. Dazu perlte reichlich der Sekt, schäumte hier und da ein Bier auf oder umschmeichelten unsere französischen Weine die Zungen der Edlen. Und wer danach die Lust auf Rauchwaren verspürte, konnte aus dem Humidor der Sächsischen Pfeifenstube zwischen mehreren Dutzend Tabakvariationen wählen. Mit den Tänzen im Schloßpark begannen die Höhepunkte des Abends. Der Maitre de Dance und das Sonnenballett brachten die Gäste ins Schwitzen und man amüsierte sich prächtig. Konspiratives Tuscheln verordnete der Zeremonienmeister zum mitternächtlichen Fackelzug, um die zahlreichen Spione zu verwirren. Als das Feuermeer wieder auf der großen Festwiese eintraf, erklangen Trommelrhythmen durch die Nacht und alle versammelten sich vor der Bühne im Park. Vier Tänzer von Orbis Pictus aus Weimar zeigten ein beeindruckendes und hochklassiges Tanzrequiem nach Motiven von "Flamma Flamma". Dazu hatten die Leipziger Künstler Katrin Senf und Ralf Urban Bühler ein Video produziert, das auf den Bühnenhintergrund projiziert wurde und mit seiner Bilderpracht verzauberte. Zum anschließenden Feuerwerk durfte nochmals lauthals, aber vornehm, die Freude über das Erlebte kundgetan werden, bevor man sich bei nächtlichem Kaffee und Kuchen für die Salontänze kräftigte. So tanzte dann manches Paar bis um 6 Uhr in den Morgen ....
